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Inhalator und Inhalator – noch lange nicht dasselbe!

Grundsätzlich besitzen die unterschiedlichen Gruppen der Inhaliersysteme einige wenige wichtige Unterscheidungsmerkmale, die bei der Handhabung zu beachten sind (siehe auch unter Dos and Don’ts).

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Darüber hinaus besitzt jeder einzelne Inhalator seine Eigenheiten. Für einen reibungslosen und erfolgreichen Inhalationsvorgang sind diese Hinweise zu beachten. Gleichzeitig besitzt jeder einzelne Inhalator auch typische Fehlermöglichkeiten, die es zu vermeiden gilt.

An Hand von drei Beispielen aus der Praxis soll gezeigt werden, welche schwerwiegenden Folgen es haben kann, wenn ein Patient - aus welchen Gründen auch immer - mit einem bisher von ihm nicht verwendeten Inhalator umgehen muss.

1) Frau S. leidet unter einem allergischen Asthma. Mit der regelmäßigen Inhalation von BUD (Kortison zum Inhalieren, Abkürzung ICS) im Turbohaler® war sie beschwerdefrei. Im September 2008 erfolgte eine neue Verordnung ihres ICS. Zwei Wochen später stellte sie sich wegen neu aufgetretenem Hustenreiz und leichter Luftnot in der Praxis vor und fragte, ob dies dem neuen Präparat zuzuschreiben wäre.
In der Apotheke hatte sie statt ihres gewohnten Turbohaler® einen Budesonid Easyhaler® erhalten. Ihr war die Inhalation mit dem neuen unbekannten Gerät nicht erklärt worden. Nach Rücksprache mit der Apotheke wurde das abgegebene gegen das bisher verordnete Präparat ausgetauscht und die Stabilität des Krankheitsbildes war binnen weniger Tage wieder vorhanden.

2) Herrn S. wurde die Refillpatrone für seinen Novolizer® verordnet. Am nächsten Tag stellte er sich vor und informierte mich, dass er jetzt ein anderes Gerät erhalten hatte, das der Apotheker hätte abgeben müssen. Der Apotheker hatte ihm einen Easyhaler® mit BUD statt der Refillpatrone abgegeben, ohne ihn über die neue Anwendungstechnik zu informieren. Der junge Patient kam zwar nach Studium des Beipackzettels mit dem neuen Inhalator zurecht, bemängelte aber die jetzt fehlende Rückmeldung für eine korrekte Inhalation und die Geschmacklosigkeit des Pulvers.

3) Dem 4-jährigen Kind wurde bei der Erstbehandlung seines Asthmas Montelukast als Tablette sowie zur Inhalation jeweils ein Dosierarosol einmal mit 50µg BDP (Beclomethasondiproprionat) als Dauertherapie und zusätzlich Salbutamol für den Bedarf verordnet; beide Substanzen sollten über eine Inhalierhilfe (Aerochamber®) inhaliert werden. Bei der Kontrollvorstellung waren die Beschwerden nur unwesentlich gebessert und die Eltern gaben an, mit einem der Geräte nicht zurechtkommen zu können. Die Vorlage verschiedener Inhaliergeräte klärte das Problem schnell. Das BDP war ihnen nicht als DA sondern als Autohaler® ausgehändigt worden. Eine Inhalation via Spacer war mit diesem Gerät nicht möglich. Das Asthma war nach Rücksprache mit dem Apotheker und Austausch des Präparates in wenigen Tagen stabil.

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