Beispiele:
Viele Menschen klagen heute über Nasenbluten. Das Auftreten von Nasenbluten hat oftmals eine ganz einfache Ursache. Wir leben heute überwiegend in überheizten Räumen mit trockener Luft. Klimaanlagen verstärken diesen Effekt. Gerade am Anfang der Atemwege, also in den vorderen Abschnitten der Nase trocknet die Schleimhaut durch die trockene Luft beim Einatmen aus und neigt dazu einzureißen und dann zu bluten. Die Schleimhaut ist mit ihrer Aufgabe, die Luft anzufeuchten, oftmals überfordert.
Wie gut die Nase die Aufgabe der Reinigung erfüllen kann, weiß jeder Mensch, der einmal einen staubigen Keller oder Speicher aufgeräumt hat. Putzt sich dieser nach getaner Arbeit die Nase, wird er viel Schmutz im Taschentuch finden. Hustet derselbe Mensch etwas Schleim aus den Bronchien heraus, wird er kaum Schmutz darin finden können. Die Nase hat die Luft fast vollständig reinigen können.
Je gröber (größer) die Teilchen in der Luft sind, desto früher bleiben die Teilchen hängen. Umgekehrt gilt, je kleiner diese Teilchen sind, desto tiefer können sie in die Atemwege gelangen, im Extremfall bis an die Enden der Atemwege, in die Alveolen (Lungenbläschen).
Wer die Luft über den Mund einatmet, hat diese gut funktionierende "Klimaanlage" ausgestellt. Zu kalte, zu warme, zu trockene oder mit zu viel Staubteilchen beladene Luft wird tiefer gelegene Atemwege schwer belasten. Kurze Phasen, in denen über den Mund eingeatmet wird, sind sicherlich ungefährlich. Eine zu lange und zu starke Fehlbelastung kann dann zu einer Schädigung der Atemwege führen. Eine Krankheit der Atemwege kann die Folge sein.
Denken Sie an Arbeiter, die in staubiger Luft ihre Arbeit verrichten, z.B. Bergleute, Schreiner oder auch Bäcker. Ihnen ist wegen der Gefährdung für die Gesundheit das Tragen einer Maske vorgeschrieben.
Denken Sie auch an Hochleistungssportler, die über den Mund atmen, um möglichst schnell möglichst viel Luft ein- und ausatmen zu können. Viele dieser Sportler leiden unter einer Krankheit der Atemwege.





