Klassifikation nach Symptomen, Funktion und Behandlung
Beschreibung
Die erste Spalte beschreibt Schweregrade bei Patienten ohne Medikation. Bei Patienten, die sich in Behandlung befinden, muss die Klassifikation des Schweregrads auf der Grundlage der vorhandenen klinischen Symptome und des aktuellen Behandlungsschritts (siehe Spalten 2, 3 und 4) erfolgen: Wenn ein Patient beispielsweise eine Medikation unter Schritt 2 erhält und Symptome gemäß Schweregrad 2 zeigt, ist der Schweregrad des Asthmas als "mittelschwer persistierend" zu klassifizieren.

Unterschiedliche Versuche einer Klassifikation von Asthma
Es wurde gezeigt, dass die Klassifikation von Asthma auf der Grundlage einer Bewertung der Symptome sich auf die pathologischen Anzeichen einer Atemwegsentzündung bezieht. Daher wird Asthma in die Schweregrade "intermittierend", "leichtgradig persistierend", "mittelschwer persistierend" und "schwergradig persistierend" (Schweregrad 1 bis Schweregrad 4) unterteilt. Diese auf einem stufenweisen Ansatz basierende Klassifikation erleichtert Entscheidungen, die das Asthma-Management bei der Erstbeurteilung und während der Erhaltungstherapie betreffen. Vor Beginn der Behandlung wird eine Klassifikation der Patienten nur nach Symptomen und Lungenfunktion vorgenommen, während bei der Klassifikation während der Erhaltungstherapie sowohl die aktuelle Therapie als auch die unter der Medikation auftretenden Symptome zusammen zu berücksichtigen sind.
Eine Klassifikation des Asthmas kann auch nach Ätiologie (extrinsisches oder intrinsisches Asthma) oder nach Limitation des Atemstroms erfolgen. Wenngleich beide Ansätze bei der Diagnose und Kontrolle von Asthma in Erwägung zu ziehen sind, ist die Klassifikation nach Schweregrad üblicher und praxisnäher.
Literatur:
Bousquet J, Chanez P, Lacoste JY, Barneon G, Ghavanian n, Enander I et al. Eosinophilic inflammation in asthma. 1990. New England Journal of Medicine ; 323: 1033-1039
O'Byrne P. GINA Executive Commitee. Global strategy for asthma management and prevention. 2004. National Institutes of Health. Publication No 02-3659





