Drei unterschiedliche Arten von Risikofaktoren bei Asthma
Die für Asthma maßgeblichen Risikofaktoren lassen sich in vererbte und erworbene Faktoren sowie in Faktoren unterteilen, die eine akute Verschlimmerung auslösen können. Vererbte Faktoren entsprechen einer genetischen Prädisposition, die bestimmend für die Entwicklung von Asthma oder einer Sensibilität gegenüber Allergenen ist. An der Pathogenese von Asthma können mehrere Gene beteiligt sein, wobei bisher noch kein spezifisches Gen oder mehrere spezifische Gene mit Sicherheit identifiziert werden konnten. Der stärkste für Asthma prädisponierende Faktor ist eine Atopie, die bei etwa 30 bis 50 Prozent der Bevölkerung auftritt und durch die Bildung abnormer Mengen von IgE-Antikörpern gekennzeichnet ist. Ein weiterer Faktor mit erblicher Komponente ist eine Hyperreagibilität der Atemwege. Diese ist mit Entzündungen und einem Remodelling der Atemwege verbunden, die Vorläufer einer Entwicklung von Asthma sein können.
Bei prädisponierten Personen beeinflussen "erworbene" Umweltfaktoren die Entwicklung von Asthma. Die allergenspezifische, durch IgE-Antikörper vermittelte Reaktion ist wahrscheinlich nur einer von mehreren Mechanismen, die akute Asthmaanfälle auslösen oder für eine dauerhafte chronische Entzündung verantwortlich sind. Andere exogene allergische Faktoren beinhalten Reizstoffe von Pflanzen, organischen und anorganischen Chemikalien, die häufig als Allergene am Arbeitsplatz bezeichnet werden, und sonstige Reizstoffe wie Tabakrauch oder Luftverschmutzung, was als Ansammlung von Reizstoffen in der Luft definiert ist.
Infektionen der Atmungsorgane, insbesondere solche, die durch Viren wie respiratorische Synzytial-Viren verursacht werden, können als Auslöser für Verschlimmerungen des Asthmas wirken. Was den sozioökonomischen Hintergrund betrifft, so ist festzustellen, dass Asthma weit häufiger in den entwickelten Ländern und mehr in reichen als in armen Regionen anzutreffen ist. Neben Allergenen, Reizstoffen und Infektionen der Atmungsorgane gibt es weitere Faktoren, die akute Verschlimmerungen auslösen können. Dazu zählen beispielsweise körperliche Anstrengung und Hyperventilation, was ein besonderer Stimulus zu sein scheint, da Personen ohne Asthma selbst bei einem Vorliegen anderer respiratorischer Erkrankungen nach körperlicher Anstrengung von keiner eingeschränkten Atmung betroffen sind.
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Faktoren, die zur Entwicklung von Asthma beitragen






