Maximale exspiratorische Atemstromstärke (PEF)
Die maximale exspiratorische Atemstromstärke (PEF) ist der maximale Atemstrom, der nach maximaler Einatmung bei maximal forcierter Ausatmung erzeugt wird. Hier ist besonders darauf zu achten, dass der Test korrekt durchgeführt wird. Aufgezeichnet wird der jeweils höchste Wert von drei korrekt durchgeführten Atemmanövern.
Wegen der Spannungsrelaxation viskoelastischer Elemente der Lunge ist der PEF-Wert beträchtlich höher, wenn die Tests ohne Pausieren direkt nach dem Einatmen durchgeführt werden. Anders als dies weithin angenommen wird, hängt der PEF-Wert nicht von der aufgebrachten Anstrengung ab: wenn das Atemmanöver kräftig genug ausgeführt wird, gibt der PEF-Wert bei den meisten Patienten den Atemstrom in den zentralen, möglicherweise aber auch in den peripheren Atemwegen wieder.
Prognostizierte PEF-Werte sind zur Feststellung von Lungenerkrankungen wenig hilfreich, da zwischen gesunden Menschen eine hohe Variabilität besteht. Daher schließt ein Wert im Normbereich das Vorhandensein einer obstruktiven Störung der Atemwege nicht automatisch aus. Bei einer schweren obstruktiven Lungenerkrankung trägt die schnelle und ausgedehnte dynamische Kompression der Atemwege während der forcierten Atmung spürbar zu dem anfänglichen, maximalen Atemfluss aus den Lungen bei; die Schwere der Atemwegsobstruktion kann dann leicht unterschätzt werden, wenn sie anhand des PEF-Werts bestimmt wird.
Ein abnorm niedriger PEF-Wert kann durch Folgendes verursacht sein:
- obstruktive Lungenerkrankung
- ungenügende Kooperation
- vorheriges Einatmen ohne Ausschöpfen der maximalen Lungenkapazität
- eingeschränkte Lungenausdehnung (z.B. steifer Brustkorb, muskuläre oder neurogene Störungen)
Literatur:
Pedersen OF, Brackel HJL, Bogaard JM, Kerrebijn KF. Wave-speed-determined flow limitation at peak flow in normal and asthmatic subjects. 1997. Journal of Applied Physiology; 83: 1721-1732
Quanjer PH, Lebowitz MD, Gregg I, Miller MR, Pedersen OF. Peak expiratory flow. Conclusions and recommendations of a working party of the European Respiratory Society. 1997. Eur Respir J; 10 (Suppl. 24): S2-S8
Korrelation zwischen Exspirationsstrom und Lungenvolumen






