Composition of a spirometer

Spirometrische Messungen
Spirometrie bezeichnet einen einfachen Lungenfunktionstest, der das Lungenvolumen als Funktion der Zeit misst. Sie ermöglicht ein Überwachen der normalen Atmung, um so das Volumen beim Ein- und Ausatmen zu bestimmen, kann aber auch das Atemvolumen bei tiefer Ein- und Ausatmung messen.
Ein Spirometer besteht aus einem Schwimmbehälter, der über einer Kammer angeordnet ist und von einem Gegengewicht getragen wird. Der mit Luft oder Sauerstoff gefüllte Behälter ist über einen Schlauch mit dem Mund des Patienten verbunden. Atmet der Patient aus, steigt der Behälter nach oben; atmet der Patient ein, sinkt er nach unten. Ein mitlaufender Papierstreifen zeichnet die Messergebnisse auf.
Mit einem Spirometer können die folgenden Messungen durchgeführt werden:
Atemzugvolumen - das bei normaler Atmung pro Atemzug ein- bzw. ausgeatmete Volumen, im Mittel etwa 0,5 Liter Luft.
Inspiratorisches und exspiratorisches Reservevolumen - das Volumen, das nach normaler Einatmung bzw. Ausatmung noch zusätzlich eingeatmet bzw. ausgeatmet werden kann, wobei das inspiratorische Reservevolumen im Mittel etwa 3 Liter und das exspiratorische etwa 1,1 Liter beträgt.
Vitalkapazität / Forcierte Vitalkapazität (Vital Capacity - VC / Forced Vital Capacity - FVC) - das Luftvolumen, das nach maximaler Einatmung maximal ausgeatmet werden kann (im Mittel etwa 4,6 Liter).
Einsekundenkapazität (Forced expiratory volume in one second - FEV1) - das Volumen, das bei forcierter Exspiration in der ersten Sekunde maximal ausgeatmet werden kann (normalerweise 80% der Vitalkapazität VC).
Verhältnis von FEV1 und VC - das Volumen der bei forcierter Ausatmung in der ersten Sekunde ausgeatmeten Luft, geteilt durch das Gesamtvolumen (VC), normalerweise ein Wert von 0,8.
Maximale exspiratorische Atemstromstärke (Peak expiratory flow - PEF) - die maximale Volumenstromgeschwindigkeit bei forcierter Ausatmung nach maximaler Einatmung, im Mittel etwa 10 Liter/Sekunde.
Maximale / forcierte exspiratorische Atemstromstärke in % (MEFx% / FEFx%) - die maximale Atemstromstärke nach Ausatmung von x% der Vitalkapazität (FEFx%) bzw. wenn x% der FVC noch auszuatmen sind (MEFx%).
Bei gesunden Menschen variieren die spirometrischen Messergebnisse selbst dann beträchtlich, wenn Faktoren wie Alter, Größe, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit bereits berücksichtigt wurden. Daher sind klinischen Daten und der Krankengeschichte des Patienten bei der Deutung der Messergebnisse besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Der beste prognostizierte Wert für einen Patienten ist der persönliche Referenzwert, d.h. der in einem klinisch optimal verlaufenen Zeitraum ermittelte Wert.
Literatur:
Klinke R, Silbernagel S. Lehrbuch der Physiologie. 2001. Thieme: Stuttgart
Shier D, Butler J, Lewis R. Hole's human anatomy and physiology. 2004. McGraw Hill: New York





