Inhalationssysteme | Entstehung / Geschichte

Geschichte der Inhalationstherapie

Zur Behandlung von Husten ist die Inhalationstherapie bereits seit Tausenden von Jahren bekannt. In Indien rauchte man zum Mildern des Hustens Blätter einer Pflanze namens Atropa Belladonna. Ab Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre rauchten speziell Bergarbeiter Zigaretten, die mit getrockneten Blüten und Blättern des Stechapfels gefüllt waren, um die Symptome von beruflich bedingtem Asthma zu mildern.

Vernebler waren dann die Geräte, die zwischen dem 19. Jahrhundert bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Inhalieren von aerosolierten Medikamenten gebräuchlich waren. Im Zuge weiterer Entwicklungen kamen in den 1930ern mit Druckluft betriebene Vernebler (Jet-Vernebler) auf den Markt. 1955 wurde mit dem Medihaler® der erste mit einem Treibmittel betriebene Dosier-Inhalator (pMDI) entwickelt. In den 1960ern kamen dann Ultraschall-Vernebler auf den Markt, die hochfrequente akustische Energie nutzten. 1971 wurde mit dem Spinhaler® der erste Trockenpulver-Inhalator (dry powder inhaler, DPI) für die Verabreichung von Natrium-Chromoglycat zugelassen.

In den späten 1970ern wurden mit einem an einem Ende offenen Schlauch versehene Geräte, die sogenannten Spacer entwickelt, die zum Gebrauch mit MDIs vorgesehen waren. Durch diese Abstandshalter mit Haltekammern mussten Betätigung des Geräts und Inhalieren nicht länger koordiniert werden und die bei pMDIs häufig beobachtete oropharyngeale Ablagerung von Medikamenten konnte verringert werden.

Literatur:

Dolovich MB, Ahrens RC, Hess RD, Anderson P, Dhand R, Rau JL, Smaldone GC, Guyatt G. Device selection and outcomes of aerosol therapy: evidence-based guidelines. 2005. Chest; 127 (1): 335-371

Voshaar T. Therapie mit Aerosolen. 2005. Uni-Med: Bremen

Important steps in the introduction of inhalation devices

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