Durch die inspiratorische Atemstromstärke beeinflusste Parameter
Zur Überwindung des Eigenwiderstands von Pulverinhalatoren (DPIs) muss der Patient eine bestimmte inspiratorische Atemstromstärke erzeugen. Die erforderliche Atemstromstärke variiert je nach Typ des verwendeten DPI. Mit etwa der gleichen Atemarbeit wird durch ein Gerät mit einem hohen Eigenwiderstand ein wesentlich geringerer Fluss erzeugt als durch ein Gerät mit geringem Widerstand.
Die Abhängigkeit eines DPI von der inspiratorischen Atemstromstärke beinhaltet zwei konträre Aspekte. Ein höherer Eigenwiderstand verlangsamt einerseits den inspiratorischen Fluss, was zu einer geringeren oropharyngealen Ablagerung des Aerosols führt. Andererseits erhöht sich bei höheren Atemstromstärken in Geräten mit hohem Widerstand der Druckabfall beträchtlich. Dies kann zu einer höheren Inkonsistenz bei der Dosierung führen.
Zudem kann die Größe der Partikel, die von einem bestimmten Gerät erzeugt werden, ebenfalls von der inspiratorischen Atemstromstärke beeinflusst werden. Bei Geräten wie dem Turbohaler® muss ein bestimmter Wert erreicht werden, damit Partikel erzeugt werden, die klein genug sind, um die peripheren Atemwege und die Alveolen zu erreichen. Wird durch die Atemarbeit eine inspiratorische Atemstromstärke von etwa 30 l/min durch den Turbohaler® erreicht, werden Partikel erzeugt, die doppelt so groß sind wie die Partikel, die eine Atemstromstärke von 40 l/min erzeugt.
Literatur:
Vogelberg C, Kremer HJ, Ellers-Lenz B, Engel M, Maus J, Conrad F, Hermann R. Clinical evaluation of the peak inspiratory flow generated by asthmatic children through the Novolizer. 2004. Respiratory Medicine; 98: 924-931
Voshaar T. Therapie mit Aerosolen. 2005. Uni-Med: Bremen
Weuthen T, Roeder S, Brand P, Müllinger B, Scheuch G. In vitro testing of two formoterol dry powder inhalers at different flow rates. 2002. Journal of Aerosol Medicine; 15 (3): 297-303
Particle deposition with two different DPIs in relation to inspiratory flow rate





