Quantitative Beurteilung der Wirksamkeit einer Aerosol-Therapie
Wenngleich die Inhalationstherapie auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und seit mehr als 4000 Jahren angewandt wird, wurde erst in den 1970ern damit begonnen, die Wirksamkeit der Aerosol-Therapie wissenschaftlich und quantitativ zu messen. Weitere Erkenntnisse wurden gewonnen, als eine Studie von Newman et al. zur Ablagerung von unter Druck verabreichten Aerosolen im Respirationstrakt des Menschen veröffentlicht wurde.
Ein Vergleich zwischen oraler, parenteraler und inhalativer Therapie bei obstruktiven Lungenerkrankungen weist deutlich die Vorteile einer Aerosol-Therapie nach. Da der Wirkstoff direkt in das Zielorgan gelangt, ist im Allgemeinen eine geringere Dosierung erforderlich, wodurch eine geringere Zahl und weniger schwerwiegende unerwünschte Wirkungen auftreten. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass die schnellste und umfassendste Wirkung (FEV1) nach inhalativer Verabreichung eines ?2-Agonisten und nachfolgender subkutaner Verabreichung erzielt wurde. Der langsamste Wirkungseintritt und die geringste Wirkung wurden bei oraler Verabreichung festgestellt.
Im Allgemeinen scheinen alle Arten von Inhalationsgeräten, ob Vernebler, treibmittelbetriebene Dosieraerosole (pMDI) oder Pulver-Inhalatoren (DPI) gleichermaßen effektiv zu sein. Die Patienten, die für eine Teilnahme an kontrollierten klinischen Studien ausgewählt werden, sind jedoch nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Asthma-Patienten. Sie werden sorgfältig geschult und hinsichtlich des korrekten Gebrauchs der untersuchten Geräte kontrolliert, was bei "realen " Patienten nicht der Fall ist. Daher lassen sich die Ergebnisse dieser Studien nicht ohne weiteres auf den normalen Asthma-Patienten extrapolieren.
Literatur:
Dolovich MB, Ahrens RC, Hess RD, Anderson P, Dhand R, Rau JL, Smaldone GC, Guyatt G. Device selection and outcomes of aerosol therapy: evidence-based guidelines. 2005. Chest; 127 (1): 335-371
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Newman SP, Pavia D, Moren F, Sheahan NF, Clarke SW. Deposition of pressurized suspension aerosols in the human respiratory tract. 1981; 36 (1): 52-55
Rau JL. The inhalation of drugs: advantages and problems. 2005. Respiratory Care; 50 (3): 367-382
Efficacy data of different kind of devices from randomized double-blind controlled clinical trials





