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Aspekte der Inhalationstherapie bei Kindern

Bei Kindern sind hinsichtlich einer Verabreichung inhalierter Medikamente besondere Aspekte zu berücksichtigen. Eine Behandlung mit Aerosolen wird bei Kleinkindern und Säuglingen herkömmlicherweise mittels Vernebler bewerkstelligt. Diese weisen bestimmte Nachteile dahingehend auf, dass sie recht groß sind, mit Strom betrieben werden müssen oder einen großen Zeitaufwand erfordern. Nach längerem Gebrauch stellt sich bei Verneblern zudem eine Verminderung ihrer technischen Qualität ein, wodurch die Menge inhalierbarer Partikel reduziert wird. Bei ungenügender Hygiene besteht häufig die Möglichkeit, dass sich Mikroorganismen, z.B. Pseudomonas aeruginosa, aus dem Wirkstoffreservoir ansiedeln.

Da eine Therapie mit Verneblern jedoch nicht wirksamer als die mit einem Dosieraerosol (MDI) mit aufgesetzter Vorschaltkammer (Spacer) ist, ist eine Behandlung mit anderen Geräten vorzuziehen. Eine Behandlung mit einem Vernebler ist nur dann indiziert, wenn Kleinkinder sich weigern, über einen Spacer (Gesichtsmaske) zu inhalieren. Vernebler sind auch dann vorzuziehen, wenn Kinder schreien oder sich wehren, da eine Verabreichung durch einen Spacer unter diesen Umständen so gut wie nichts bewirkt.

Bei Kindern unter 6 Jahren ist die Inhalationstherapie mit einem Dosier-Inhalator plus Spacer bei Asthma zur Therapie der Wahl geworden. Insgesamt wurden keine Unterschiede zwischen Vorschaltkammern aus Metall oder aus Kunststoff festgestellt, die zum Verringern elektrostatischer Aufladung in einem Detergens gewaschen werden. Da jedoch die Präferenzen der Eltern die Therapietreue bestimmen, bevorzugen diese in der Mehrzahl kleinere und robustere Spacer.

Bei Kindern von 6 bis 7 Jahren ist eine zuverlässige Verabreichung über Pulver-Inhalatoren möglich. Beim Gebrauch dieser Geräte ist die Erzeugung ausreichend hoher inspiratorischer Atemflussraten wesentlich. Pulver-Inhalatoren wie der Diskus® oder der Turbohaler® finden breite Verwendung bei Kindern im Schulalter und bei Heranwachsenden. Es wurde jedoch auch nachgewiesen, dass selbst Kinder von 4 bis 5 Jahren in der Lage sind, einen ausreichend hohen Atemfluss durch den Novolizer® zu erzeugen. Daher sind für die Inhalationstherapie bei Kindern über 5 Jahren beide Alternativen möglich: atemzugbetätigte Geräte oder Dosier-Inhalatoren mit Spacer.

Literatur:

Brand PLP. Inhalation therapy in children with asthma. 2000. Minerva Pediatr; 52: 137-142

Vogelberg C, Kremer HJ, Ellers-Lenz B, Engel M, Maus J, Conrad F, Hermann R. Clinical evaluation of the peak inspiratory flow generated by asthmatic children through the Novolizer. 2004. Respiratory Medicine; 98: 924-931

Inspiratory flow rates with and without DPI in relation to different age groups

Children