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Merkmale des Pulver-Inhalators Turbohaler®

Die Zahl der Studien, in denen die Eigenschaften des Turbohaler® untersucht wurden, übersteigt bei weitem die zu jedem anderen Pulver-Inhalator. Der Turbohaler® zählt zu den DPIs mit relativ hohem Eigenwiderstand. Daher hängt die Bildung des Feinpartikelanteils in hohem Maße von der Atemstromstärke ab, die in dem System erreicht wird. Da diese stark mit der Partikelgröße korreliert, muss eine interindividuelle Variabilität der Effektivität angenommen werden.

Bei einem hinreichend hohen inspiratorischen Fluss von 60 l/min wird ein großer Anteil sehr kleiner Partikel erzeugt (im Mittel 2.5 µm). Im Vergleich zu einem DPI mit geringem Widerstand ergibt die gleiche inspiratorische Kraft durch den Aerolizer® jedoch einen Fluss von 60 l/min, während durch den Turbohaler® 28 l/min erzeugt werden. Unter diesen Bedingungen gibt der Aerolizer® 82% der bemessenen Dosis mit einer mittleren Partikelgröße von 4,26 µm ab, während dies beim Turbohaler® 58% der bemessenen Dosis mit einer mittleren Partikelgröße von 5,5 µm sind.

Der Turbuhaler® ist zugelassen für die Arzneistoffe Budesonid (Pulmicort®, Spirocort®), Formoterol (Oxis®), Terbutalin (Aerodurâ®, Bricanyl®) und eine Kombination aus Budesonid und Formoterol (Symbicort®).

Turbuhaler Photo

Korrekter Gebrauch des Turbohaler®

  • Die Schutzkappe aufschrauben und vom Mundstück entfernen.
  • Den Inhalator aufrecht halten und das Griffstück bis zum Anschlag vorwärts und rückwärts drehen.
  • Es sollte ein deutliches ‚Klick'-Geräusch hörbar sein.
  • Ruhig ausatmen, das Mundstück zwischen die Lippen nehmen und so tief wie möglich einatmen.
  • Selbst beim Einatmen einer vollen Dosis kann es sein, dass kein Geschmack wahrnehmbar ist.
  • Den Inhalator aus dem Mund nehmen und den Atem etwa 10 Sekunden anhalten.
  • Die Schutzkappe wieder anbringen.

Literatur:

Malton A, Sumby BS, Smith IJ. A comparison of in vitro drug delivery from two multidose powder inhalation devices. 1995. Eur J Clin Res; 7: 177-193

Voshaar T. Therapie mit Aerosolen. 2005. Uni-Med: Bremen

Weuthen T, Roeder S, Brand P, Müllinger B, Scheuch G. In vitro testing of two formoterol dry powder inhalers at different flow rates. 2002. Journal of Aerosol Medicine; 15 (3): 297-303

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